


„Alice im verwundeten Land“ auf der Leipziger Buchmesse 2026
Ein gelungener Auftakt: Robert Wolfgang Segel hat erstmals auf einer Buchmesse gelesen – und das gleich mit großem Andrang. Im Forum „Die Unabhängigen“, kuratiert von der Kurt Wolff Stiftung, stellte er seinen frisch erschienenen satirischen Roman „Alice im verwundeten Land“ vor. Rund 70 Besucherinnen und Besucher sorgten für eine lebendige Atmosphäre und zeigten: Dieses Buch trifft einen Nerv.
Segel nahm das Publikum mit auf eine bissige Reise durch sein literarisches Spiegelkabinett. Basierend auf Lewis Carrolls Klassiker begegnen wir hier einer neuen Alice – einer Demagogin, die im Reich der Kreuzkönigin ideologisch aufräumt und die „verwundeten Tiere“ gegeneinander aufbringt. Die Parallelen zum Original sind ebenso raffiniert wie die Anspielungen auf aktuelle politische Entwicklungen. Genau diese Mischung aus Fantasie, Satire und Zeitdiagnose sorgte im anschließenden Gespräch für regen Austausch.
Nach der Lesung wurde weiterdiskutiert, signiert und gefragt: Segel nahm sich Zeit für sein Publikum, das die Gelegenheit begeistert nutzte. Sein Roman ist im Mutigen Buchhandel erhältlich und dürfte mit seinen pointierten Seitenhieben auf Demagogie und politische Extreme nicht überall auf Gegenliebe stoßen – was ihm umso mehr Relevanz verleiht.
Auch literarische Stimmen zeigen sich überzeugt. Autor Philip Krömer schreibt: „So wie der Struwwelpeter seinen Struwwelhitler hat, hat Carrolls Alice nun ihre bissige Zwillingsschwester von Segel. Ein wilder Ritt und ein großes Lesevergnügen – vor allem aber ein Buch über eine Zeit in politischer Schieflage, das nicht allen gefallen wird und damit genau richtig liegt.“
Ein starker Messemoment – und ein Buch, über das man sprechen wird.








