



VIER VERLAGE zeigen sich auf der Leipziger Buchmesse 2026
Die Leipziger Buchmesse bleibt für den Verlag Edition Hibana die wichtigste Plattform. Als große Spielwiese für das Buch bietet sie mit zahlreichen Lesebühnen Leipzig und dem Format „Leipzig liest“ ideale Bedingungen für Begegnungen zwischen Autorinnen, Autoren und Publikum – und das im gesamten Stadtgebiet.
Gerade für unabhängige Verlage Leipzig eröffnet die Buchmesse Leipzig 2026 Möglichkeiten, die das Frankfurter Buchmesse-Format so nicht bietet. Sichtbarkeit, direkter Austausch und ein literaturaffines Publikum machen den Standort besonders wertvoll.
Ein starkes Signal setzte der gemeinsame Auftritt von vier befreundeten unabhängigen Verlagen: Edition Hibana, Stroux Edition, Schillo Verlag sowie die Hamburger Edition Hain & Kladow präsentierten sich erstmals zusammen – und planen, diese Kooperation fortzuführen.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Vier Verlage, die nicht nur eng zusammenarbeiten, sondern auch gemeinsame Maßstäbe teilen. Sie stehen für hohe Qualität in der Buchentwicklung und -produktion, legen besonderen Wert auf herausragende Buchgestaltung und verstehen das Buch konsequent als Kunstwerk – nicht als bloßen Gebrauchsgegenstand.
Lesungen, Begegnungen … aber nicht nur Sonnenschein
Leipziger Buchmesse 2026: Erfolgreiche Lesungen und Protest gegen Wolfram Weimer
Die Lesungen unserer Autoren Robert Wolfgang Segel und Daniel Mylow sorgten für Zuspruch – das freut uns sehr. Es zeigt: Auch komplexere Inhalte ziehen noch, und die Begegnung mit Literatur, die Geist und Intelligenz anspricht, ist nach wie vor gefragt.
Doch nicht alles war Eitel Sonnenschein auf der Leipziger Buchmesse 2026 – das muss ehrlich gesagt werden. Breitere Gänge deuten an: Die Zahl der Verlage schrumpft spürbar. Weltwirtschaftslage, steigende Kosten und die Störfeuer des neuen Kulturministers bereiten sichtbare Probleme. Umso erfreulicher: Neue Verlage traten auf, und die Solidarität im Buchhandel ist spürbar. Besonders im laufenden Protest gegen Wolfram Weimer zeigen sich Verlage als treue Begleiter unabhängiger Buchhandlungen. Der umstrittene Ausschluss dreier Buchhandlungen vom Buchhandlungspreis 2026 durch Wolfram Weimer – gegen die Entscheidung der unabhängigen Jury – hat einen breiten Solidaritätsprotest ausgelöst. Verlage und Buchhandlungen fordern Transparenz und kritisieren die Entscheidung als unverständlich und ungerechtfertigt.
Ein kleiner Wermutstropfen blieb: Buchhändler:innen waren auffällig rar. So wenig Präsenz wie 2026 gab es noch nie – das legt einen leichten Schleier über diese ansonsten so lebendige und eindrucksvolle Buchmesse Leipzig.







